Losgehen
- eine Entscheidung fürs Leben
500 Jugendliche bei der Bistumsjugendwallfahrt
von "St. Marienstern" nach Rosenthal
Rosenthal
(dw). "geht los" - Das Motto der
diesjährigen Bistumsjugendwallfahrt, vom 6. bis
7. Juni 2009, galt nicht etwa nur für die Anreise
oder für den morgendlichen Fußweg vom Kloster
"St. Marienstern" zur Wallfahrtskirche Rosenthal.
"Jetzt geht's erst richtig los!" sagte der
Dresdner Bischof Joachim Reinelt rund 500
Jugendlichen in seiner Dialogpredigt mit
Jugendpfarrer Ralph Kochinka kurz vor Ende der
Jugendwallfahrt. Wie der heilige Paulus, dessen
2000. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird,
sollten sie sich von Christus gesandt fühlen.
Heute die frohe Botschaft des Evangeliums zu
verkünden, könne beispielsweise heißen, sich
nicht immer nach der Mode zu richten, sich für
die Probleme der Klassenkameraden zu öffnen
oder aufmerksam dafür zu sein, wo man sich mit
seinen Begabungen einbringen könne.
Ungewöhnlich vielfältige Gelegenheit sich
einzubringen hatten die Jugendlichen bereits
in der Vorbereitung ihrer Wallfahrt - unter
anderem waren ihre musikalischen Fähigkeiten
gefragt, als in einem Wettbewerb das schönste
Wallfahrts-Mottolied gesucht wurde. Auf einer
extra eingerichteten Homepage konnten sie ihre
Gedanken zum Motto austauschen. Warum
ausgerechnet gehen und nicht fahren oder gar
fliegen, fragte dort zum Beispiel Florian
Sinkwitz aus Schirgiswalde - und hatte auch
gleich eine Antwort parat: "...Vielleicht ist
es gerade in dieser Zeit wichtig, dass wir
bewusst einen Fuß vor den anderen setzen und
uns, so verlockend es auch oft ist, nicht nur
'gehen lassen', sondern selbst die Initiative
ergreifen und einfach mal losgehn!" Auch in
der Projektband, die den Wallfahrtsgottesdienst
musikalisch gestaltete, hatte sich Florian
Sinkwitz schon vor der Wallfahrt eingebracht.
Zu altbekannten Gotteslobliedern hatten die
Musiker spritzige Arrangements geschaffen, die
nicht nur ihnen selbst sichtlich Freude machten.
Für manchen Jugendlichen war diese Musik eine
Hilfe, den Gottesdienst mit jeder Faser als
Ausdruck des eigenen Lebens zu feiern.
Im
Kloster "St. Marienstern" hatten die Wallfahrer
den Sonnabendnachmittag und -abend gemeinsam
verbracht: Sie beschäftigten sich in Workshops
mit dem Leben des heiligen Paulus, beteten mit
den Zisterzienserinnen die Vesper, hörten ein
Konzert, trafen sich zum Nachtgebet ... und
übernachteten dann teils in Zelten, teils in
einer Schule. Mit dabei waren Gäste aus dem
Bistum Geita in Tansania, die sich derzeit zu
einem Fachkräfteaustausch zum Thema
"Jugendseelsorge" in Sachsen aufhalten. Das in
der Wallfahrtskollekte gesammelte Geld soll der
Jugendarbeit im Bistum Geita zugute kommen.
Das Wallfahrtsgeschenk, das die Jugendlichen
mit auf den Weg bekamen, soll einen Bogen
spannen von dieser Jugendwallfahrt bis zum
Bistumsjugendtag im September 2010. Unter dem
Titel "Streifzüge durch's Leben - Wokomiki
ziwjenja" bietet er für jeden der sechzehn
Monate bis zum Bistumsjugendtag ein
ungewöhnliches Foto und eine dazu ausgesuchte
Bibelstelle in deutscher und sorbischer Sprache.
"Durch die Gestaltung der Bilder und die
Zuordnung der Texte möchten wir neue Blickweisen
eröffnen und den Jugendlichen Lust machen, auf
Details zu achten", beschreibt
Bistumsjugendreferent Holger Rehländer den
Kalender, der sich unabhängig von der Wallfahrt
als Geschenk für Jugendliche eigne.
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