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Werkstatt-Tage
der Dekanatsjugend in Schmiedeberg: Unter
dem Motto "Zwischen Staubtrocken und Zuckersüß
- Menschen, die uns glauben lassen" fanden
sich am ersten Adventswochenende, vom 28. bis 30.
November 2008, 34 Jugendliche mit Pfarrer Thomas
Hajek und Jugendreferent Lutz Kinmayer im
Winfriedhaus in Schmiedeberg zusammen. Zu Beginn
der Adventszeit wollten sich die jungen Christen
eine Auszeit von ihrem Alltag nehmen und auf die
Suche nach eigenen Vorbildern gehen. Wie schwer
es ist, richtige Vorbilder zu finden, war dabei
sehr interessant. Vorbilder sollen im Leben
Begleitung und Ausrichtung sein. Schnell wurde
klar, dass es nicht darum geht 100% so zu werden,
wie das Vorbild. Man muss sich das Wertvolle
herausnehmen und für sein eigenes Leben
klarstellen, um so nicht eine einfache Kopie,
sondern ein Original zu werden.
Der Samstag stand voll im Blick einiger
wichtiger Vorbilder und Geschehnisse von
Jugendlichen, die von sich erzählten und
anderen ein Beispiel gaben, wie Glaubenszeugen
bis heute hineinwirken. So hatten sich 3
Jugendliche mit Pfarrer Aloys Scholze
beschäftigt und sehr deutlich beschrieben, dass
es sich lohnt ganz und gar für einen anderen
Menschen da zu sein. 2 andere junge Menschen
berichteten von Lebensmomenten, die sie in
Taizé und während eines Austauschs in Neuseeland
gemacht haben. Menschen sind ihnen da begegnet,
die Engeln gleich, zur Seite standen und Hilfe
waren. 3 weitere Jugendliche luden die jungen
Christen ein, bei sich nach Vorbildern zu
suchen. Ein vierter Workshop beschäftigte sich
mit einem Treffen: Ein Kontakt mit einem Juden,
der den Holocaust überlebte und weiter an
seinem Glauben festhielt, obwohl ihm das
Schicksal viele Menschen aus seiner Familie
weggenommen hatte. Neben diesen inhaltlichen
Arbeiten, konnte gesungen und gebastelt werden.
Ein Höhepunkt war eine Sternwanderung in die
Nacht vor dem ersten Advent. Die Gruppe zog in
die Dunkelheit, um sich durch das Sternenlicht
führen zu lassen.
Am ersten Adventssonntag feierten sie mit
der Ortsgemeinde die Heilige Messe. Dabei griff
der Bistumsjugendseelsorger, Pfarrer Ralph
Kochinka, das Thema auf und stellte einen
seiner Vorgänger in diesem Amt in den
Mittelpunkt seiner Predigt. Dr. Bernhard Wensch
war auch Glaubenszeuge im Dritten Reich und
hatte durch Wort und Tat vielen Menschen Mut
und Hoffnung gegeben. Er selbst starb im KZ
Dachau. Sein Zeugnis reicht bis ins Heute
hinein und hat viele Fragen bei den
Jugendlichen aufgeworfen. Als Erinnerung an
diesen Menschen wurde im Winfriedhaus eine
Gedenkplatte eingelassen. Damit die jungen
Christen dieses Vorbild ebenso im Gedächtnis
behalten würden, erhielten sie kleine
Gedächtnisplatten mit nach Hause. Darauf ist
u.a. eine Hand zu sehen, die in den Himmel
weißt und ausdrückt: Wir haben einen, der
unser Leben begleitet und an dem wir unser
Leben ausrichten können. Jesus, der Sohn
Gottes.
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