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Du
kannst (nicht) alles haben
Jugendwallfahrt nach Rosenthal - ein Teilnehmerbericht
Am
Wochenende, vom 2. bis 3. Juni 2007, trafen sich
in Rosenthal wieder 600 Jugendliche aus dem
Bistum Dresden-Meißen zur Jugendwallfahrt. Dieses
Jahr lautete das Thema "Du kannst (nicht)
alles haben", welches den Jugendlichen an
verschiedenen Stationen und Orten nahe gebracht
wurde und sie teilweise auch selbst erleben
konnten, angefangen bei der Dusche oder dem
Wetter, welches uns Sonntag leicht einen Strich
durch die Rechnung machte.
Viele Jugendgruppen reisten mit Fahrrad oder
Zug an. Danach begann für einige ein Kampf mit
dem Zeltaufbau. Als alles aufgebaut war,
brachten Shuttlebusse die Jugendlichen in das
Kloster "St. Marienstern". Dort wurden sie
durch den Jugendseelsorger Gregor Giele, die
Bistumsjugendsprecherin Constanze Blaschke
sowie durch die Äbtissin des Klosters begrüßt.
Schwester Thaddäa erzählte, ebenso wie Gregor
Giele und die Äbtissin, aus ihrem eigenen
Leben, was sie alles nicht haben könne.
Daraufhin beteten wir gemeinsam die Vesper.
Nach einer Agape, bei der die Jugendlichen mit
den Schwestern des Klosters ihr Essen teilten,
ging's dann auf den 8 km langen Wallfahrtsweg
nach Rosenthal. Unterwegs wurde in zwei
Stationen das Thema aufgegriffen. So ging's in
der Station in Caseritz um die Familie. Eine
Dresdner Familie erzählte von sehr
persönlichen Erfahrungen, auf was man
verzichten muss, wenn man in Familie lebt und
wie viel Freude es macht, im Verzicht mit Liebe
für seine Kinder da zu sein. In Räckelwitz
berichtete der BJHK über das Leben der Heiligen
Elisabeth und ließ die Jugendlichen Rosen
basteln, die dann verschenkt wurden. An einer
weiteren Station wurde Brot, mit der
Aufforderung es auch mit anderen zu teilen,
verteilt. Zurück in Rosenthal gestaltete das
Dekanat Zwickau das Nachtgebet. Es wurde ein
Rückblick über den Wallfahrtsweg dargeboten
und ließ die Jugendlichen noch einmal auf sich
selbst schauen und auf all das, was sie
unterwegs erlebt hatten. Danach konnte jeder
für sich entscheiden, ob er schlafe gehen oder
lieber noch am großen Lagerfeuer Freunde
treffen und neue Jugendliche kennen lernen
wollte.
Am
Sonntag wurde um 10:00 Uhr gemeinsam mit Bischof
Joachim Reinelt die Heilige Messe gefeiert, die
durch den BJHK und den Bistumsjugendchor
gestaltet wurde. Hier gab's für die Jugendlichen
auch noch einen sehr persönlichen Bericht zu dem
Thema. Eine Jugendliche berichtete von ihrer
Behinderung und ihrem lebenslangen Verzicht auf
viele Dinge, von Hänselungen und Enttäuschungen.
Obwohl sie nicht alles haben kann und so viele
Träume sich hier nie erfüllen werden, ist sie
trotzdem zufrieden mit ihrem Leben, weil sie
große Liebe und Unterstützung durch ihre Familie,
Freunde und die Kirche erfahren hat. Sie sagte,
dass sie trotzdem ihren Weg weiter geht, im
Vertrauen darauf, dass sie einst im Reich Gottes
alles und noch viel mehr haben wird. Sehr
beeindruckt und ergriffen applaudierten die
Jugendlichen für dieses lebendige Zeugnis, dass
vielen Mut macht und Vorbild sein sollte.
Ergänzt wurde der Bericht von der Predigt
unseres Bischofs über die Heilige Elisabeth.
"Wer Gott hat, hat alles", gab er den
Jugendlichen mit auf Weg. Worte, die sowohl für
die Jugendlichen als auch für alle Anwesenden Mut
machend, herausfordernd und mahnend sind. Auch
dafür gab's reichlich Applaus. Ein erfüllter
Gottesdienst ließ die Jugendlichen den lebendigen
Gott spüren, der jeden liebt, ohne Ausnahme und
Vorbedingung.
Im Anschluss gab's ein Mittagessen und damit
man nicht müde wurde, wurde auch ein Spiel zum
Gewinn von Spenden für das Bistum Saratow
durchgeführt. Die Dekanate spielten gegeneinander,
Chemnitz holte sich die meisten Punkte. Der große
Abschluss war die Wallfahrtsstunde am Nachmittag
mit den Überlegungen, was sind meine Schwächen
und Stärken. Beim Verlassen der Kirche bekamen
die Wallfahrer ein Andenken, ein
Schlüsselanhänger, der sie hoffentlich noch lange
an das Thema "Du kannst (nicht) alles haben"
erinnern wird.
Dann ging's für jeden wieder nach Hause, mit
Zug, Fahrrad, zu Fuß oder mit Auto. Fleißige
Helfer von Jugendlichen, Hauptamtlichen und
Eltern richteten alles wieder ordentlich her.
Alle, die sich nach Rosenthal aufgemacht haben,
verzichteten auf die Dinge, die sie zu Hause
gehabt hätten, um etwas Bleibendes zu erleben.
Ein tolles, erlebnisreiches Wochenende, was die
meisten nicht so schnell vergessen werden.
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Text: Elisabeth Schwope und Christian Großer, Tag des Herrn (10.06.2007) Fotos: Dorothee Wanzek |
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 [Zum Vergrößern auf das Bild klicken.] |
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| Fotos: Dekanatsjugend Gera |
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